Von: Jisrael Jitzchak Rosenfeld
Yesod Schebe Gevurah – Fundament in der Disziplin
Es wird erzählt, dass ein Chassid von
Rebbe Schlomo von Radomsk sz“l einst den Schabbat beim
Kotzker Rebben sz“l verbrachte.
Der Kotzker sagte zu ihm:
„Sitz nicht still – sprich etwas im Namen Deines Rebben!“
Der Chassid antwortete:
„Mein Rebbe lehrt, dass Aharon seine Größe verdiente,
weil er in seinem schwersten Moment
– als seine beiden Söhne starben – schwieg.
Wie der Vers sagt:
Und Aharon schwieg.“
Doch David erreichte eine noch höhere Stufe – denn von ihm wird der Moschi’ach kommen –
denn selbst in seinen schwersten Stunden hörte er nie auf zu beten und zu singen.
Wie es heißt:
„Damit meine Seele Dir singt und nicht schweigt.“
Ich las von einem geschätzten Lehrer, Rabbi Menachem Froman sz“l,
eine tiefgründige Idee:
Rebbe Nachman sz“l lehrt,
dass wir der
„Leere“
– Situationen ohne Antworten –
durch Schweigen begegnen.
Reb Schlomo Carlebach sz“l hingegen lehrt,
dass wir derselben Leere durch Gesang begegnen.
Möge es uns vergönnt sein zu erkennen, wann wir schweigen und wann wir singen sollen.
