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Pessach – Eine Lehre von der Seelenfreiheit im Breslover Chassidus“

„פסח

– תורה על חירות הנפש בחסידות ברסלב„.

„Pessach

– Eine Lehre von der Seelenfreiheit im Breslover Chassidus“.

Im Breslover Chassidus wird Pessach nicht nur als historisches Ereignis verstanden, sondern vor allem als tiefes inneres Geschehen der Seele.

Während die Torah den Auszug aus Ägypten beschreibt, interpretiert Rebbe Nachman von Breslov sz“l

Ägypten (Mitzrajim) als Symbol für die spirituelle Knechtschaft im Inneren:

Ängste,

Egoismus,

innere Begrenzungen und

alle Formen von

„innerem Ägypten“,

die den Menschen daran hindern, sich HaSchem und dem Leben vollständig zu öffnen.

So wird das Wort

פסח

(Pessach, überspringen) zum inneren Prinzip:

Die Fähigkeit der Seele, über Furcht, Zweifel und Begrenzung hinwegzuspringen.

Wie der Engel des Todes in der Torah die Häuser der Gerechten „übersprang“,

so kann die Seele im eigenen Leben die Grenzen des Ägyptischen hinter sich lassen.

Wichtig zu verstehen.

Jeder Mensch kann nach Breslov diese Erfahrung wiederholen:

Der Auszug aus Ägypten wird zu einem wiederholbaren inneren Prozess, der Freiheit und echte Lebensfreude ermöglicht.

In dieser spirituellen Dynamik spiegeln sich die Sefiros wider:

Chessed steht für die Öffnung des Herzens, die Großzügigkeit und Liebe, die die Seele vorbereitet auf die Befreiung (Ge’ulah).

Gevurah ist die innere Kraft und Disziplin,

die notwendig ist,

um die Fesseln des eigenen Egos zu lösen. Tiferes hingegen balanciert diese Kräfte, schafft Harmonie und ermöglicht die ,innere Schönheit der Freiheit.

Schließlich manifestiert Malchus die erreichte Befreiung im Handeln, etwa im Seder, in rituellen Handlungen und in der gelebten Freude.

Die Freude, die

Rebbe Nachman ben Feiga sz“l

betont, ist dabei nicht bloß Gefühl, sondern eine spirituelle Kraft, die das „Überspringen“

 erst möglich macht.

In der Praxis bedeutet das:

Vor dem Pessach-Seder, während des Seders selbst oder in der persönlichen Meditation (Hisbodedus),

kann man sich vorstellen,

wie die eigene Seele aus Mitzrajim hinausgeht.

Dies wird zur Metapher für das Loslassen alter Muster, die Reinigung des Herzens und das bewusste Erleben von Freiheit,

das über äußere Umstände hinausreicht.

Pessach wird so im Breslover Verständnis zum Symbol für die innere Reise des Menschen

– vom Gefangensein in Begrenzung und Angst hin zu einer existenziellen und spirituellen Freiheit, die Herz, Seele und Handlung verbindet.

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