Jüdisch! Die Tora lernen und leben.

Die königliche Seele der Gerim

Von: Jisrael Jitzchak Rosenfeld

Der Gurer Rebbe bringt einen bemerkenswerten Gedanken:

Die Gematria von „Nefesch HaGer“ (נפש הגר)

– „die Seele des Ger“ – beträgt 638.

Ebenso beträgt die Gematria der Namen unserer drei Awos zusammen:

Avraham, Jitzchak und Ja’akov

(אברהם, יצחק, יעקב)

ebenfalls 638.

Das ist kein bloßes Zahlenspiel.

In der Tora offenbaren gleiche Gematrios oft eine innere Verbindung.

Wenn also die

„Seele des Ger“ denselben Zahlenwert besitzt wie die drei Erzväter gemeinsam, dann weist dies auf eine tiefe Wahrheit hin:

Die Seele des Ger ist mit den Wurzeln Jisraels verbunden.

Avraham, Jitzchak und Ja’akov sind die geistigen Könige unseres Volkes.

Sie tragen die Grundlagen von Emunah, Avoda und Heiligkeit in die Welt.

Dass die Gematria von

„Nefesch HaGer“ genau ihrem gemeinsamen Zahlenwert entspricht, lehrt uns,

dass der Ger nicht am Rand der jüdischen Geschichte steht, sondern unmittelbar mit ihrem

Ursprung verbunden ist.

Deshalb kann man sagen:

Gerim sind königliche Seelen.

Nicht aufgrund ihrer Herkunft,

sondern aufgrund ihrer spirituellen Wurzel.

Der Ger kommt nicht zu etwas Fremdem.

Seine Seele erkennt etwas,

das ihr seit jeher gehört.

Was andere durch Geburt empfangen haben,

hat der Ger durch eine bewusste und oft schwierige Entscheidung ergriffen.

Gerade deshalb mahnt uns die Tora immer wieder, den Ger zu lieben.

Denn in ihm sehen wir die Kraft einer Seele, die aus Liebe zur Wahrheit, zur Tora und zu HaSchem ihren Weg gefunden hat.

Avraham Avinu war der erste, der Menschen unter die Flügel der Schechina brachte.

Der Ger setzt diesen Weg fort.

Er ist nicht nur ein Nachfolger Avraham Avinus

– seine Seele steht,

wie die Gematria andeutet,

in einer tiefen Verbindung zu Avraham, Jitzchak und Ja’akov selbst.

Wenn wir einem Ger begegnen, sollten wir daher bedenken:

„Nefesch haGer“ = 638.

„Awraham, Jitzchak, Ja’akov“ = 638.

Die Seele des Ger trägt die Handschrift der Awos.

Deshalb verdienen Gerim nicht nur Akzeptanz,

sondern besondere Liebe, Ehre und Wertschätzung.

So sollen wir lernen, in jeder Ger-Neschama die königliche Verbindung zu Avraham, Jitzchak und Ja’akov zu erkennen.

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