Jüdisch! Die Tora lernen und leben.

Eine vollkommen rote Kuh, ohne Makel, auf die noch kein Joch gekommen ist

A git gebensht Woch Chaverim.

„Dies ist die Satzung (Chukas) der Tora, die HaSchem geboten hat, indem ER sprach: Sprich zu den Kindern Jisrael, dass sie Dir eine vollkommen rote Kuh bringen, ohne Makel, auf die noch kein Joch gekommen ist.“ (Bamidbar 19,2)

Eine Mitzvah, die sich dem menschlichen Verstand entzieht, wird als Chok bezeichnet – als eine g“ttliche Satzung.

Doch es stellt sich die Frage:

Warum haben Juden im Laufe der Generationen ihr Leben nicht nur für jene Teile der Tora hingegeben, die sie verstehen – sondern gerade auch für jene, die sie nicht verstehen?

Der Lubawitscher Rebbe sz“l erklärt:

Das Wort Chok stammt von der Wurzel „Chakikah“ ab – was „Eingravieren“ bedeutet.

Worin liegt nun der Unterschied zwischen Schreiben und Gravieren?

Beim Schreiben werden zwei getrennte Elemente miteinander verbunden: Tinte und Papier.

Gravieren hingegen bedeutet, dass die Buchstaben direkt in das Material selbst eingearbeitet werden.

Sie werden nicht nachträglich hinzugefügt – sie sind Teil der Substanz selbst.

So verhält es sich auch mit dem Juden und der Tora.

Ein Jude „studiert“ die Tora nicht bloß, als handele es sich um externes Wissen.

Die Tora ist tief in ihn eingraviert.

Sie ist ein Teil seines ureigenen Wesens.

Deshalb wird die jüdische Seele gerade dann am tiefsten berührt, wenn es um einen Chok geht – ein Gesetz, das sich dem Verstand entzieht.

Denn der Jude verteidigt hierbei nichts, was ihm fremd ist, sondern vielmehr etwas, das bereits sein eigenes Wesen ausmacht.

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