Von: Jisrael Jitzchak Rosenfeld
Weitere Betrachtung unserer Paraschas HaSchawua.
In der dieswöchigen Parascha,
Paraschas Pinchas, zählt die Tora alle Korbanos auf
– jene Opfergaben, die im Mischkan und später im Beis HaMikdash dargebracht wurden.
Doch worin besteht der Zusammenhang zwischen diesen Korbanos und dem Namen unserer Parascha?
Reb Simcha Bunim aus Peschischa sz“l lehrt, dass dieser Zusammenhang tiefgründig ist:
Das Wesen eines Korban ist die Nähe zu HaSchem
– sich IHM zu nähern, indem man etwas von sich selbst gibt,
indem man auf Bequemlichkeit verzichtet,
indem man
Mesirus Nefesch übt – wahre Selbsthingabe.
Und genau das tat Pinchas.
Als er aufstand, um die Entweihung des Namens HaSchems zu stoppen,
setzte er alles aufs Spiel.
In jenem Augenblick galt Pinchas nach der Halacha als Rodef – als jemand, der auf der Stelle hätte getötet werden dürfen.
Dies hätte seine letzte Tat sein können.
Und doch tat er all dies, um sich selbst und ganz Jisrael HaSchem näherzubringen.
Pinchas selbst wurde zu einem Korban.
Die Tora platziert die Korbanos an dieser Stelle, um uns diese Wahrheit zuzuflüstern:
Wahre Nähe erfordert Mut.
Sie verlangt von uns,
die Illusion der Bequemlichkeit zu durchbrechen
und uns für das einzusetzen, was wirklich zählt.
Mögen wir dieses Opfer niemals fürchten; mögen wir uns dadurch HaSchem nähern.
