Jüdisch! Die Tora lernen und leben.

Und Josef nannte seinen erstgeborenen Sohn Menasche, denn: „HaSchem hat nashani – mich all meine Leiden vergessen lassen.“

Von: Jisrael Jitzchak Rosenfeld

Die Tora berichtet:

„Und Josef nannte seinen erstgeborenen Sohn Menasche, denn: „HaSchem hat nashani – mich all meine Leiden vergessen lassen.“

Reb Schlomo Carlebach erklärt:

Wir sollten nicht denken, dass Josef HaSchem dafür dankt,

dass er seine Vergangenheit vergessen hat.

Wir sollten unsere Vergangenheit niemals vergessen.

Vielmehr dankt Josef HaSchem dafür,

dass er ihm geholfen hat, den Schmerz der Vergangenheit zu vergessen.

Er sagt:

„Ich erinnere mich an alles, was ich durchgemacht habe

–aber ich erinnere mich nicht mehr daran als Leiden,

weil ich jetzt verstehe,

dass alles um des Himmels willen geschah.“

 Die Tora fährt fort:

„Und der Name des zweiten Sohnes war Efraim, denn:

„HaSchem hat mich hifrani

– fruchtbar gemacht.“

Menasche steht für die Abkehr von Schwierigkeiten,

und Efraim für das Empfangen von Gutem und das Wachsen daran.

Dies entspricht dem Vers:

„Kehrt um vom Bösen und tut Gutes.“

Als Ja’akov die beiden Söhne segnet,

stellt er Efraim vor Menasche

–und lehrt damit, wie der Baal Schem Tov später offenbaren sollte,

dass der wahre Weg, sich von Negativität abzuwenden,

darin liegt, mehr Gutes zu tun.

Unsere guten Taten selbst

werden uns über unsere Schwierigkeiten hinausheben,

bis der Schmerz uns nicht mehr bestimmt.

Möge uns dieses Verständnis in unserem Leben zuteilwerden.

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