Raschi, unser heiliger Lehrer, schreibt, dass Tamar die Tochter von Schem ben Noach war
– auch bekannt als Malkitzedek, der König von Schalem (Jerusalem).
Dies verändert unser Verständnis der Geschichte von Juda und Tamar grundlegend.
Tamar war keine rachsüchtige Frau.
Sie war eine Tzadeket, eine Prinzessin!
Die Gemara in Berachos lehrt:
„Wer im Traum Palmen (Tamarim) sieht, dessen Sünden sind vergeben, wie geschrieben steht: ‚Deine Sünden sind vergeben (Tam), Tochter Zions.‘“
Der Maharscha erklärt, dass Tamarim (תמרים) auf Tamu Morim (תמו מורים) hindeutet – „Deine Rebellion ist beendet.“
Und auch in der Natur gilt:
Wenn man eine Dattel isst, verschwindet die Bitterkeit (Merirus).
Genau das hat Tamar bewirkt!
Sie hat die Bitterkeit in Judas Herzen gemildert.
Er war nach dem Verkauf Josefs verzweifelt – aber sie hat sein Leben versüßt.
Oberflächlich betrachtet scheint Juda durch die Begegnung mit Tamar gescheitert zu sein …
… aber in tieferer Bedeutung
– es war eine tiefe Süße, die den Weg für das Kommen des Mosch’iachs bereitete.
