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Die Klugheit der Jüdischen Zeiterrechnung

Die Klugheit der Jüdischen Zeiterrechnung

Der Oberrabbiner von Algier, Rabbi Schimon ben Semach Duran (um das Jahr tausendvierhundert) wurde irgendwann dreist gefragt, weshalb die Jüdische Zeiterrechnung den Lauf des Mondes benutzt, wodurch wir „gezwungen werden, Schaltjahre einzuführen, um mit dem Sonnenjahr ins Gleichgewicht zu kommen?“. Rabbi Schimon erwiderte scharf, dass unsere Zeiterrechnung ein Beweis großer Weisheit sei: „Der Kreislauf der Sonne ist nicht in Monaten ein zu teilen. Die hier übliche Einteilung der Monate ist etwas künstliches, das nach Vereinbarung erfolgt, aber nicht den Lauf der Natur berücksichtigt. Viele Weise der antiken Völker haben unsere Zeiterrechnung gepriesen…Sie nehmen also Anstoß an etwas, dass gerade ein Verdienst und eine Vorzüglichkeit unserer Lehre ist und Sie würden sich wünschen, dass wir wie diejenigen würden, die sich im Dunkeln befinden, während es „für alle Kinder Israels Licht gibt“!?“.

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Zehn Sefirot

Das Jüdische Mond-Sonne-Kalendersystem beinhaltet noch einen tieferen Aspekt mystischer Art. In der Kabbala wird behauptet, dass die Anwesenheit G“ttes dermaßen überwältigend sei, so dass ER SICH ganz eindeutig aus dem physischen Universum hat zurücknehmen müssen, um ein „unabhängiges“ irdisches Leben zu ermöglichen. Die Zurückname G“ttes dient dazu, um Seine Ausdehnung von Licht und Leben verborgen zu halten. Nur ein minimaler „Strahl“ des G“ttlichen Lichtes erreicht die Geschöpfe. Die Welt wird in den Zehn  Sefirot gelenkt und aufgelistet, den zehn Sphären der Ausstrahlungen, die G“ttes Werkzeuge bilden, um das irdische Leben zu regeln.

 

Männlich und weiblich

Das männliche Element darin ist das „Gebende“ und das Weibliche wird das „Entgegennehmende“ bezeichnet. In diesem mystischen System wurde die Sonne in der sechsten Sphäre platziert, die auch nach unserem Erzvater Ja’akov benannt wurde. Der Mond – der Empfänger des Sonnenlichtes – steht in der zehnten Sphäre, die auch wohl mit dem Namen unserer Erzmutter Rachejl gezeigt wird. Das Mond-Sonne-System harmonisiert somit nicht nur naturwissenschaftliche Erkenntnisse, sondern auch das männliche und das weibliche Element in der Himmelsphäre. Der Jüdische Kalender widerspiegelt also das zentrale Ideal von totaler Harmonie im Universum, von oben bis unten, in wissenschaftlichen Bezeichnungen und Inhalten.

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