Jüdisch! Die Tora lernen und leben.

EIN Vater kann zehn Kinder ernähren, aber zehn Kinder nicht EINEN Vater

EIN Vater kann zehn Kinder ernähren, aber zehn Kinder nicht EINEN Vater

Was und wie beschwerden wir uns! Liest nach in Ex. 14:11 bei der Verfolgung, in 15:24 über den Mangel an Wasser, in 16:2 über die Fleischtöpfe Ägyptens und in 17:3 über Wasser. Undankbarkeit ist ein sehr negativer Charakterzug. Die Dankbarkeit gegenüber G“tt, unserem Mitmenschen und der Natur gegenüber, sind wichtige Werte.

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Überlegungen, um Dankbar zu sein

Wenn wir uns bewusst werden, dass G“tt uns Augen zum sehen gegeben hat, wir für die Ohren dankbar sind, die ER uns eingepflanzt hat und für das Denken und Sprechen, die ER uns ermöglichte, dann ist die Gegenleistung, die G“tt von uns verlangt und erwartet, nur sehr gering. Wenn jemand, G“tt behüte, nach einem Unglück nicht mehr sehen kann, wird er alles nur Mögliche unternehmen, dass ihm geholfen wird. Wenn er nach der Operation seine Augen wieder öffnet und wieder sehen kann, ist sein Dank an den behandelnden Professor grenzenlos. Wenn der Chirurg ihm schreibt, dass er für ein Paar Tage nach Europa kommt, um Ferien zu verbringen, wird der wiederhergestellte Patient ihn wie einen König am Flughafen empfangen, da er ihm sein Sehvermögen zurück gegeben hat.

 

Überall, wo man die Türe öffnet

Weder Kosten noch Mühe wird der Patient sich ersparen, um den Doktor zu verwöhnen. HaSchem (G“tt) hat uns zwei Augen problemlos und ohne finanzielle Opfer gegeben. Wir brauchten dafür nichts machen. Um was erbittet G“tt von uns? Dass ER „zwischen uns wohnen darf“. ER möchte nur so ab und zu zu uns zu Besuch kommen, einige Male täglich. Ein bekannter Rebbe wurde einst gefragt: „Wo befindet HaSchem Sich?“ Er antwortete: „An der Stelle, wo man die Türe öffnet“. Das Einzige, um was G“tt uns bittet, ist, dass wir IHM in unserem Leben zu lassen.

 

Sorgsame, sich sorgende liebe Eltern

Eltern hegen viel Liebesempfinden für ihre Kinder, auch wenn die Kinder ihnen nie etwas Nettes bezeugt haben. Sie behandeln ihre Kinder mit viel Liebe und Mitgefühl und kümmern sich um alles, was sie benötigen, selbst mehr, als sie selber jemals in ihrer Jugend erhalten haben. Die Liebe der Eltern sollte für jedes Kind eine Quelle der Dankbarkeit sein.

 

Adam und Eva hatten keine Eltern

Es gibt den bekannten Spruch, dass EIN Vater zehn Kinder ernähren oder versorgen kann, aber dass zehn Kinder nicht EINEN Vater ernähren oder versorgen können. Die Frage ist, wo das her kommt. Ein bekannten Rebbe behauptet, dass wir diese Eigenschaften von unseren Ahnen erben und letztendlich von Adam und Eva. Adam und Eva hatten keine Eltern, aber wohl Kinder. Also haben sie den folgenden Generationen wohl das Gefühl für Kinder mit geben können, aber nicht ein Gefühl für Eltern (denn sie hatten keine Eltern). Deshalb sehen wir oft, dass Menschen sich unheimlich viel mehr Mühe für ihre Kinder geben als für ihre Eltern, und über G“tt wollen wir überhaupt hier nicht sprechen.

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