Parscha Ki Tissa
Die Parscha dieser Woche beginnt mit Anweisungen, wie wir eine Volkszählung durchführen sollen – die Zahl der Bnee Yisra’eel zu zählen. Die Tora sagt uns, dass jeder nicht mehr und nicht weniger als einen halben Schekel spenden soll.
Die Gesamtzahl der Schekel ist identisch mit der Gesamtzahl der gezählten Menschen.
Der nächste Vers (Pasuk) lautet: „Die Reichen sollen nicht mehr und die Armen nicht weniger als einen halben Schekel zahlen, wenn sie G’ttes Opfergabe als Sühne für eure Personen geben.“
Diese Anweisung scheint völlig unnötig zu sein. Wenn jemand mehr oder weniger als genau den „halben Schekel“ geben würde – dann würde die ganze Zählung bedeutungslos. Wir hätten keine Ahnung, wie viele Menschen sich beteiligen.
Vielleicht ist die Botschaft der Tora ein wenig anders
Stellen Sie sich eine reiche Person vor, die in der langen Schlange steht, um ihren „halben Schekel“ zu bezahlen. Er sieht einige arme Menschen und sagt zu ihnen: „Ich bin bereit, diese Spende für euch alle zu zahlen.“
Er hat gute Absichten – und die Zahl bleibt korrekt, weil er für jeden Armen den richtigen Betrag zahlt.
Aber die Anweisung lautete ausdrücklich, dass jeder für sich selbst zahlen sollte!
Und warum?
Um uns Folgendes zu lehren: Während es im Allgemeinen verständlich ist, dass Menschen mit mehr finanziellen Mitteln viel mehr für gute Zwecke spenden als arme Menschen, ging es hier um etwas ganz anderes.
Bei dieser Gelegenheit will die Tora das Gewicht eines jeden Menschen betonen – unabhängig von seinem finanziellen oder sonstigen Statussymbolen.
Dank an Harav Biberfeld shlita von den Tchortkov Klois und den Vereinigten Synagogen in Stamford Hill London.
